Vom Überlebenden des Menschenhandels zum Verfechter
Harold D’Souza war einst ein Opfer von Arbeitsausbeutung und hat seinen Schmerz in eine Mission verwandelt: Er vermittelt die 30 Menschenrechte, um Überlebende weltweit zu inspirieren, für Freiheit, Widerstandsfähigkeit und Würde einzutreten.
Harold D’Souzas Lebensgeschichte ist ein bemerkenswertes Zeugnis für Widerstandsfähigkeit, Mut und die transformative Kraft der Menschenrechtsbildung. D’Souza wurde in einem kleinen Dorf in Indien geboren und wuchs ohne fließendes Wasser oder Strom auf, in einer Welt voller einfacher Freuden und kindlicher Streiche. Schon in jungen Jahren vermittelte ihm sein Vater vier grundlegende Prinzipien: Werte, Charakter, Bildung und Glaube. Diese Prinzipien sollten ihn später im Leben durch unvorstellbare Herausforderungen führen.
Im Jahr 2003 kam D’Souza in die Vereinigten Staaten, um den amerikanischen Traum zu verwirklichen. Stattdessen wurde er Opfer von Arbeitsausbeutung und Schuldknechtschaft und musste lange Stunden ohne Bezahlung arbeiten. Bedroht, ausgebeutet und seiner Ausweispapiere beraubt, lebte D’Souza in ständiger Angst – aber er überlebte. „Ich habe 18 Monate lang keinen einzigen Cent bekommen“, erinnert er sich. „Mein Menschenhändler zeigte mit dem Finger auf mich und sagte: ‚Hey, Illegaler!‘ Ich dachte, ich wäre ein Verbrecher.“
Trotz dieser Schrecken hielten D’Souza und seine Frau durch. Sie wehrten sich auf dem Rechtsweg und bauten ihr Leben wieder auf. Ihre Reise inspirierte D’Souza dazu, Eyes Open International mitzugründen, eine gemeinnützige Organisation, die sich der Bekämpfung von Menschenhandel, der Aufklärung von Gemeinschaften und der Stärkung von Überlebenden verschrieben hat.
„Jeder Mensch auf der Welt wird bis zum letzten Tag seines Lebens Herausforderungen und Hindernissen begegnen“, sagt D’Souza. „Ich habe Hindernisse in Chancen verwandelt.“
D’Souzas Engagement ist global. Er hebt hervor, dass Länder wie Mexiko, Indien, Nepal und Pakistan oft Herkunftsländer für gefährdete Gemeinschaften sind. Er vermittelt schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen die 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte mit dem Was sind Menschenrechte? Heft sowie mit praktischer Anleitung.
„Menschenrechte verändern einen. Sie haben mich sehr verändert. Sie haben die Opfer sehr verändert.“ Durch diese Lehren hat D’Souza unzähligen Menschen geholfen, ihre Freiheit und Würde wiederzuerlangen. Darunter: ein indischer Friseur, der nach Kamerun verschleppt wurde und jetzt seinen eigenen Friseursalon in Indien betreibt, und eine Überlebende häuslicher Gewalt in Ohio, die, gestärkt durch das Wissen um ihre Rechte, ihr Leben mit Sicherheit und Unabhängigkeit wieder aufgebaut hat. D’Souza löst eine weltweite Welle von gestärkten Menschen aus, die sich jetzt selbst verteidigen können.
„Diese Menschenrechte haben mein Leben verändert. Sie geben mir jede Sekunde, jede Minute auf diesem Planeten Energie, Kraft und Mut.“
Auf dem Internationalen Menschenrechtsgipfel bei den Vereinten Nationen in New York betonte D’Souza die Macht von Bildung und Bewusstsein. „Bildung ist Macht, Vorsicht, Schutz, Strafverfolgung und Wohlstand“, sagte er den Delegierten. „Wenn jeder Mensch auf diesem Planeten mit diesen 30 Menschenrechten vertraut ist, wird sich das Leben aller für immer verändern.“
Er war Mitglied des United States Advisory Council on Human Trafficking unter zwei ehemaligen US-Präsidenten. Heute setzt er sich weiterhin auf nationaler und internationaler Ebene für die Menschenrechte ein.
Trotz der weltweiten Anerkennung seiner Arbeit bleibt D’Souza bescheiden. „Ich bin ein gewöhnlicher Mensch“, sagt er. „Ich habe als Elternteil versagt. Ich habe als Versorger versagt. Ich habe als Beschützer versagt. Ich habe als Mensch versagt. Aber diese Menschenrechte haben mein Leben verändert. Sie haben dafür gesorgt, dass ich das Versagen in Leidenschaft, Zielsetzung, Kraft und Gebete umgewandelt habe. Sie geben mir jede Sekunde, jede Minute auf diesem Planeten Energie, Kraft und Mut.“
Auf seinem Weg zeigt D’Souza, dass Wissen, Mut und Ausdauer selbst in den dunkelsten Situationen Leben verändern können. D’Souzas Botschaft an alle Überlebenden und Verfechter ist klar: „Ihr solltet keine Angst haben. Es gibt Hoffnung. Seid widerstandsfähig und kämpft für eure Freiheit.“
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