| SÜDAFRIKA | 15. NOVEMBER 2024 |

Bekämpfung des Menschenhandels in Südafrika

Glory Matipile hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, ihre Gemeinschaft in Südafrika vor Menschenhandel zu retten.
Glory Matipile nutzt die Youth-for-Human-Rights-Bildungsmaterialien, um das Bewusstsein für Menschenhandel bei Jugendlichen und in der gesamten Gemeinschaft zu schärfen.

„Menschenhandel ist real, und er kommt in verschiedenen Farben daher“, sagt Glory Matipile, Geschäftsführerin von Baagi Ba South Africa – was „Die Zukunft von Südafrika“ bedeutet – einer Organisation, die Opfern von Menschenhandel hilft. „Das Alter spielt keine Rolle; jeder kann ein Opfer werden.“

Da in Südafrika alle fünf Stunden ein Kind verschwindet und sich die Zahl der im Menschenhandel gefangenen Menschen innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt hat, hat Matipile es sich zur Aufgabe gemacht, jedem Menschen in ihrem Land seine Menschenrechte beizubringen. „Der Grund für so viel Menschenhandel in Südafrika ist, dass unser Volk seine Menschenrechte nicht kennt.“

Matipile studierte Human Resources an der University of South Africa, wo sie das hohe Maß an Arbeitslosigkeit in ihrem Land erkannte und beschloss, ihren Gemeindemitgliedern bei der Jobsuche zu helfen.

Sie stieß auf den Fall einer jungen Frau, die durch das falsche Versprechen eines Jobs in Brasilien angelockt und dann für den Drogenhandel eingesetzt wurde. Bei weiteren Nachforschungen zu Menschen, die wegen Drogenhandels verhaftet wurden, fand sie einen gemeinsamen Zusammenhang: Die meisten hatten Jobs in fremden Ländern versprochen bekommen, doch anschließend wurden sie von den Menschenhändlern als Kuriere missbraucht.

„Wenn sie ins Ausland kommt, wird die Person verkauft und von dort an wird sie vermisst. Man kann sich vorstellen, was für ein Südafrika wir in 10 Jahren haben werden.“

Matipile gründete Baagi Ba South Africa, um Opfer zu schützen, die in den Drogenhandel und die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern gelockt wurden, und um das Bewusstsein für Menschenhandel und Menschenrechte zu schärfen.

Sie wurde von einem Vertreter von Youth for Human Rights in Südafrika kontaktiert und war von den kostenlos zur Verfügung gestellten Heften und Online-Ressourcen beeindruckt. „Für mich war es wie ein Lottogewinn. Das ist genau das, was ich brauche, um meiner Community zu helfen und sie zu erreichen“, sagt sie.

Matipile und ihre Gruppe von Ehrenamtlichen begannen damit, Hefte in der Community zu verteilen. Während der Festtage konzentrierten sie sich darauf, Jugendliche zu erreichen. Wie Matipile erklärt, ist dies die Zeit des Jahres, in der die meisten Jugendlichen auf Partys gehen, und Menschenhändler dies ausnutzen, um unbemerkt Drogen in ihre Getränke zu mischen, sie zu betäuben und sie in die Sexsklaverei zu zwingen.

Einer von Matipiles Ehrenamtlichen berichtet: „Am meisten inspiriert mich, dass dort eine verlorene Seele ist, die darauf wartet, dass wir ihr diese Informationen geben, sodass sie ihr Leben verändern kann.“

Um alle Jugendlichen zu erreichen, halten Matipile und ihre Ehrenamtlichen Vorträge in Schulen, bei denen sie Kinder aufklären und das Bewusstsein für die Gefahren des Menschenhandels schärfen. Allein in einem Jahr besuchte Matipile 85 Schulen und erreichte Tausende von Jugendlichen. „Ich weiß, dass kein Lernender, den ich erreicht habe, jemals Opfer von Menschenhandel werden wird“, sagt Matipile, die über 84.000 Menschen über ihre Menschenrechte aufgeklärt hat. Durch die Sensibilisierung für Menschenhandel und die Aufklärung der Gemeinschaft über Online-Betrügereien und Tricks sind die Menschen heute besser informiert. „Wir erhalten täglich mehr als 40 bis 50 Anrufe von Menschen, die uns um Hilfe bei der Überprüfung von Arbeitsmöglichkeiten bitten“, sagt Matipile.

Sie erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die sie wegen eines Jobangebots in Australien kontaktierte. Es handelte sich um einen Job auf einem Kreuzfahrtschiff, für den 220 junge Menschen im Alter von 19 bis 25 Jahren gesucht wurden. Sie boten auch ein kostenloses Visum an, machten aber keine Angaben zum Arbeitgeber. Baagi Ba South Africa informierte die Polizei, die eine Warnung zu dem Arbeitsangebot herausgab und jeden, der das Angebot online sah, darauf aufmerksam machte, dass der Job nicht legitim war. Durch ihr Handeln hat Baagi Ba South Africa über 700 Menschen vor Menschenhandel gerettet.

„Mein Volk wird nicht länger Opfer von Menschenhandel sein“, sagt Matipile. Sie dankt Youth for Human Rights dafür, ihr geholfen zu haben, die am stärksten Gefährdeten zu erreichen.

Die ganze Geschichte von Matipile finden Sie unter de.scientology.tv/gmatipile.